|
|
Impressum | ---space----- |
![]() |
| Home | Aktuelles | Die Stiftung | Studenten | Stipendium | Mitarbeiter | Spenden |
|---|
| zurück zur Hauptseite |
Heimweh nach AfrikaThis is Africa - dieser Satz kam Maria Hofmann, die am 4. September 2011 in Namibia verstarb, oft über die Lippen, wenn einmal etwas nicht so klappte, wie sie es sich vorgestellt hatte. Seit 15 Jahren hatte die gebürtige Frenshoferin einen ständigen Wohnsitz in Windhoek und hatte gelernt, dass man allein mit deutscher Gründlichkeit und Fleiß nicht weiter kommt, sondern dass man sich auf die Menschen einlassen muss.Ausbildung zur Lehrerin - mit HindernissenMaria Hofmann lernte schon früh, sich durchzukämpfen - sie bekam im Alter von 12 Jahren Kinderlähmung. Die Eltern legten großen Wert auf eine Berufsausbildung und so wurde sie Landwirtschaftslehrerin. Leider bekam sie zunächst keine Anstellung, also ließ sie sich zur Religionslehrerin ausbilden und studierte später mit Anfang 30 noch einmal, um auch Lehrerin für Handarbeit und Hauswirtschaft zu werden.Umzug nach AfrikaNachdem sie ihren Freund Pater Heinz Theo Stens OMI nach ihrer Pensionierung zum ersten Mal für 8 Wochen in Windhoek besucht hatte, hatte sie Heimweh nach Afrika - so sehr fehlten ihr die warmherzigen Menschen und auch deren Art, zu beten und Gottesdienst zu feiern. Kurzerhand entschloss sie sich, in Windhoek ein kleines Haus zu kaufen und dort zu bleiben. Nur einmal im Jahr kehrte sie seitdem für einige Monate nach Deutschland zurück, auch um Vorträge zu halten und ihre Hilfsprojekte zu organisieren.Gegenseitige HilfeAm eigenen Leib hat Maria Hofmann erfahren, wie wichtig die Ausbildung für das spätere Leben ist. Wohl auch deshalb war sie die richtige Person, die Nachfolge von Pater Stens für seine Studienhilfe Thusanang (bedeutet: "gegenseitige Hilfe") zu übernehmen, nachdem der nach Deutschland zurückkehrte. Zwei Dinge sind an der Hilfe der heutigen "Pater Stens Stiftung Thusanang" besonders: Zum einen verpflichten sich die Studenten, später die erhaltenen Gelder zurückzuzahlen, um damit weiteren Studenten zu helfen. Zum anderen erhielten die Studenten durch Maria Hofmann und ihre namibischen Mitstreiter nicht nur Hilfe in Form von Geld für Studium, Wohnen, Bücher und Essen, sondern oft auch einen guten Rat oder ganz konkrete Unterstützung zum Beispiel bei familiären Problemen.Auch gegen AIDS hilft BildungIn einem Land, in dem 20-30% der Menschen an Aids leiden, kann man nicht tatenlos zusehen - so kümmerte sich die resolute Dame um viele weitere Einzelschicksale. Im Jahr 2010 finanzierte sie 32 meist von Aids betroffenen Kindern den Schulbesuch und 5 weiteren Studenten das Studium. Außerdem half sie ganz konkret, wo sie konnte - mit Essen und Medizin für behinderte Kinder, Hilfe beim Hausbau für eine Familie mit behindertem Sohn, Gehalt für Köchinnen einer Suppenküche sowie als Kontaktperson für Schulpatenschaften.Was sie versprach, hielt sie auch ein - und musste lernen, mit ihren Kräften zu haushalten. Noch im letzten Jahr schrieb sie an ihre Spender: "Nach meiner Rückkehr nach Namibia habe ich sehr gespürt, wie ich hier gebraucht werde. Das gibt meinem Leben den unentbehrlichen Sinn". Zu früh kam ihr Tod, er riss sie mitten aus dem Leben. |
| zurück zur Hauptseite |